Die eigene Website bildet „die Basis jeden Online-Marketings“ (Elke Fleing in Leitfaden Online-Marketing: Das kompakte Wissen der Branche
). Diese sollte Nutzer- und Suchmaschinenfreundlich, gut gepflegt und professionell gestaltet sein. Das ist mittlerweile auch ohne Programmierkenntnisse und mit wenigen hundert Euro möglich. Hier bieten sich zum Beispiel Wordpress oder verschiedene Content Management Systeme an. Auch für wichtige einzelne Bestandteile einer Website finden sich im Internet kostenlose Tools, wie zum Beispiel Certiorina zur Erstellung eines Impressums oder Gsitecrawler, um eine Sitemap zu generieren.
Suchmaschinenmarketing (SEM = Search Engine Marketing) dient nun dazu, dass die eigene Website auch von Interessenten und potentiellen Kunden gefunden werden kann. Dabei unterscheidet man zwischen den zwei Teilbereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimization) und Bezahlprogrammen (SEA = Search Engine Advertising). Letztgenannter Bereich wird häufig auch fälschlicherweise als SEM bezeichnet.
Bei den Bezahlprogrammen ist Google Marktführer mit AdWords. Die Werbung findet hier mittels kurzer Textanzeigen statt, welche vorab definierte Keywords enthalten, die Werbeplätze werden versteigert. Die attraktivste Platzierung bekommen prinzipiell also die Meistbietenden für ein bestimmtes Keyword, wobei auch andere Faktoren, wie etwa die Relevanz der Textanzeige für den User, eine Rolle spielen. Man spricht hier auch von Keyword-Marketing. Bei anderen Anbietern, wie zum Beispiel Yahoo Search Marketing, funktioniert die bezahlte Werbung ähnlich.
Da SEA-Maßnahmen immer mit monetärem Aufwand verbunden sind, ist der wichtigste Aspekt des Suchmaschinenmarketings gerade für Kleinunternehmer die Suchmaschinenoptimierung. Diese beginnt schon bei der Planung der Website: Dabei sollte möglichst nur HTML, CSS, XML oder PHP verwendet werden, keine Frames und kein Flash. Besonderes Augenmerk gilt auch der richtigen Wahl der Keywords, also der Begriffe, über die man gefunden werden will, sowohl bei der Beschreibung der Seite im Quelltext als auch beim Texten. Bei allen, die Gestaltung der Seite betreffenden SEO-Maßnahmen, spricht man auch von OnPage-Optimierung. Gerade im Bereich des Long Tail (also der Theorie, dass sich im Internet auch mit Nischenprodukten gewinnbringend wirtschaften lässt, da hier etwa keinerlei Lagerkosten anfallen und die „Verkaufsfläche“ unbegrenzt ist), ist diese „der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg“ (Thomas Bindl in Leitfaden Online-Marketing: Das kompakte Wissen der Branche
).
Unter OnSite-Optimierung fällt alles, was sich nicht direkt auf den Seitenquelltext, sondern auf die Domain bezieht, von der Wahl der richtigen Domain, über die technische Plattform bis hin zur internen Verlinkung.
Besonders hohe Bedeutung für Suchmaschinen hat die externe Verlinkung, also Links, die von anderen Domains kommen. Hierbei, sowie bei allen anderen Faktoren, die nicht unmittelbar mit dem Aufbau der zu optimierenden Seite zusammenhängen, spricht man von OffPage-Optimierung. Die externe Verlinkung wird zumeist als das wichtigste Instrument der erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung bezeichnet. Dabei bewerten Suchmaschinen nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der eingehenden Links. Bei Google, der Suchmaschine mit der bei Weitem größten Relevanz in Deutschland, ist das der PageRank.
Aus all dem wird deutlich, dass es sich bei SEO nicht um eine einmalige Aktivität handelt, sondern um eine komplexe und langfristige Aufgabe. Dennoch sollten sich gerade Unternehmen und Musiker mit wenig bis gar keinem Marketing-Budget unbedingt damit beschäftigen, da es einen effektiven Weg darstellen kann, überhaupt im Web wahrgenommen zu werden.