Baustelle betreten erlaubt!

Sonntag, 15 Mai 2011, 22:08 | Category : Off-Topic
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Ganz offensichtlich passiert hier gerade nicht viel – zumindest oberflächlich. Im Underground werkel ich gerade ganz fleißig am längst überfälligen neuen Design für diese Seite, sofern mir meine Freelance-Jobs gerade Zeit dafür lassen. Bis dahin musst du dich noch etwas gedulden und leider weiter mit diesem Template klarkommen – das ist aber doch immer noch besser als nüscht, wa? ;)

Neuigkeiten gibt’s natürlich über Twitter und Facebook – bis bald!

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Blogs, Podcasts, Vodcasts für Musiker und Labels

Eine Studie der New York University School of Business aus dem Jahr 2007 belegt erstmalig den Einfluss von Blogs auf Albumverkäufe: Demnach resultiert eine hohe Präsenz eines Albums vor Veröffentlichung in Blogs direkt in signifikant höheren Verkäufen. Aus der Studie wird ersichtlich, wie wichtig das Einbeziehen von Blogs in jede erfolgreiche Marketing-Kampagne mittlerweile ist. Aus Konsumentensicht sind Blogs vertrauenswürdig und erleichtern den Bezug von Musik.

Um bekannte Blogs zur Kooperation zu bewegen, gilt es, viel Zeit in das Networking zu stecken und natürlich erst einmal themenrelevante Blogs herauszufiltern. Dazu notwendig ist ein permanentes Blog Monitoring: Blogs sind ständig daraufhin durchzusehen und zu analysieren, ob und in welcher Weise das Unternehmen oder die Band Gesprächsgegenstand sind. Dies ist ohne die Zuhilfenahme von Blog-Verzeichnissen und -Suchmaschinen, auch Blog-Aggregatoren genannt, wie zum Beispiel Icerocket, Blogpulse, Technorati oder Google Blogsearch, natürlich nicht möglich. Einfache Bloganalyse, speziell für den Musikbereich, bietet etwa Captain Crawl. Ein sehr mächtiges, aber auch komplexes Tool, mit welchem man die Suchergebnisse direkt bündeln und organisieren kann, ist Yahoo Pipes. Manche Blog-Aggregatoren wie The Hype Machine oder Elbo.ws bieten zudem auch die Möglichkeit, das Netz nach MP3-Dateien zu durchsuchen, die über Weblogs angeboten werden.

Aber aufgepasst: Besonders Blog-Marketing oder Blog-Promotion ist ein sehr sensibles Thema, da viele Blogger eine antikommerzielle Grundhaltung haben – mit offensiver Werbung kann hier sehr schnell das Gegenteil des gewünschten Effekts eintreten.

Unter Umständen kann es auch Sinn machen ein eigenes Blog zu betreiben. Blogs sind einfach zu bedienen und zu aktualisieren und ermöglichen Einflussnahme und einfache Vernetzung, vor allem über die so genannte Track-Back-Funktion. Zudem bietet das Einrichten einer Blogroll eine sehr simple und effektive Möglichkeit zum Linktausch. Neben dem Eintragen in oben genannte Blog-Verzeichnisse verhilft auch die Teilnahme an speziellen Blog-Netzwerken, wie etwa Networked Blogs zur besseren Auffindbarkeit. Werden bei der Konfiguration des Blogs so genannte Ping-Adressen zu den wichtigsten Blog-Aggregatoren hinterlegt, hat das Führen eines Blogs durch die Indizierung der Beiträge in kürzester Zeit auch einen sehr großen Nutzen aus SEO-Sicht.

Ein funktionierendes Blog muss allerdings laufend aktualisiert und gepflegt werden, der zeitliche Aufwand dafür wird häufig unterschätzt. Tumblr, ein Tool für das schnelle und einfache Posten von Fundstücken und kurzen Artikeln mit guter Vernetzung zu anderen Social Media-Plattformen, bietet hier eine Lösung. Ähnlich konzeptioniert sind auch Soup.io und Posterous.

Bei der Verbreitung eigener Podcasts stellt sich umso mehr die Herausforderung, den Podcast mit attraktivem Inhalt zu füllen, der von Nutzern nachgefragt wird. Gerade hier haben Musikunternehmen gegenüber allen anderen im Internet agierenden Unternehmungen einen klaren Vorteil. Podcasts können kostenlos zum Beispiel über iTunes angeboten werden, ebenso Vodcasts, das audiovisuelle Pendant zu Podcasts.

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www.christophlandes.de endlich online!

Freitag, 17 Dezember 2010, 16:38 | Category : Allgemein, Off-Topic
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Ich weiß, ich weiß.. eigentlich wäre es längst mal dringend an der Zeit diesem pottenhässlichen Layout hier ein Update zu verpassen – oder einfach auch mal wieder etwas Text reinzustellen. Kommt alles noch – aber so wie’s aussieht wohl erst nach Weihnachten. Jetzt habe ich das kleine bisschen Freizeit, das ich grad noch so habe, erstmal darauf verwendet endlich einmal mein ganz persönliches Online-Portfolio fertigzustellen.

Du findest es ab sofort unter christophlandes.de. Für Feedback jeder Art bin ich natürlich sehr dankbar! Insbesondere zu Bugs, Rechtschreibfehlern und dem üblichen Gedöns – wurde nämlich dann doch ganz schön spät gestern…

Vielen Dank!

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Social Marketing für Artists und Labels

Das im letzten Post beschriebene One-to-One-Marketing findet seine Entsprechung zumeist im Social Marketing, also der Interaktion über Social Networks, Foren oder Chatrooms. Die wichtigsten Social Networks in Deutschland sind Facebook, Wer-kennt-wen, Myspace und die VZ-Gruppe mit studiVZ, schülerVZ und meinVZ. Besonders hervorzuheben ist auch das personalisierbare Internet-Radio Last.fm, auf welchem auch ein reger Austausch über Musik stattfindet. Last.fm bietet zudem Labels und Musikern die Möglichkeit, über Tagging, das Einstellen von zusätzlichem Content und verschiedene Promotionsangebote, die eigene Musik innerhalb der Community zu „pushen“. Ebenso verhält es sich mit dem Streaming-Service Grooveshark. Im Musikbereich gibt es zudem eine Vielzahl an spezialisierten Musik-Communities, wie etwa Laut.de, Visions.de, oder Intro.de.

Insbesondere Facebook ist durch die Schnittstellen Facebook Connect und Open Graph mittlerweile weit mehr als „nur“ ein Social Network und kann in seiner Bedeutung für das Online-Marketing im Prinzip in einem Atemzug mit Google genannt werden. Externe Services wie RootMusic mit ihrem BandPage Tab erlauben es mittlerweile auch Facebook mit relativ wenig Aufwand an die Bedürfnisse von Musikern und Labels anzupassen. Offensive Werbung funktioniert hier allerdings nicht, stattdessen sollte man in einen Dialog mit den Fans treten und Interaktion fördern. Dies funktioniert zum Beispiel durch die aktive Teilnahme in oder das Gründen und Betreuen von Gruppen.

Ein Social Media Trend, der im Jahr 2009 besonders durch die Obama-Präsidentschaftskampagne Aufmerksamkeit erfuhr, ist die Echtzeitkommunikation, vor allem über den Micro-Blogging-Dienst Twitter. Mittlerweile nutzen viele unabhängige Labels und Musiker diese Form der Kommunikation, deren größter Vorteil ihre Dynamik und Geschwindigkeit ist. So berichtet beispielsweise die Musikerin Amanda Palmer in ihrem Blog davon, wie sie durch das geschickte Ausnutzen spontaner sozialer Interaktion über Twitter Impulskäufe generiert und damit innerhalb eines Monats ca. 19.000 US-Dollar umsetzen konnte. Grundsätzlich kann Twitter dazu verhelfen, ein dynamisches Netzwerk sowie Online-Reputation aufzubauen und Traffic auf die eigene Website zu leiten. Aktive Teilnahme an Gruppen ist hier zum Beispiel über Tools wie Twibes oder das Eintragen des eigenen Unternehmens oder der eigenen Künstler in Twitter-Listen möglich. Experten bescheinigen dem Echtzeit-Marketing, die gesamte Marketing-Branche radikal zu verändern, insbesondere durch die Verknüpfung mit Geotagging, wie es zum Beispiel Foursquare bietet (für Musiker in aller Regel zumindest im Moment aber weniger relevant). Mit Blip.fm gibt es auch ein Echtzeitkommunikationstool speziell für Musik.

Ein kritischer Faktor bei allen Social Media-Aktivitäten ist die dafür fehlende Zeit. Mittlerweile gibt es aber eine Vielzahl an unterschiedlichen Tools zur Erleichterung des Managements der verschiedenen Social Media Accounts und zu deren Anpassung an die eigenen Bedürfnisse, zum Beispiel Digsby, Yoono, SocialToo, Tweetdeck, CoTweet, Seesmic, Hootsuite, Ping.fm, oder Postling. Insbesondere Tweetdeck und Hootsuite werden häufig auch von Musikern und Bands verwendet. Speziell für Twitter gibt es auch Dienste wie etwa Twalala, welche es ermöglichen einer relativ großen Anzahl an Twitter-Usern zu folgen und dennoch den Überblick zu behalten.

In jedem Fall sollte Social Marketing immer eine Kommunikationsstrategie zugrunde liegen und nicht wahl- und ziellos erfolgen. Dazu gehört zum einen dem Nutzer einen Mehrwert zu bieten und zum anderen möglichst effektiv zu arbeiten, unter anderem durch die Zweitverwertung von Content sowie eine Analyse der wichtigen Gesprächspartner und über welche Kanäle man sie erreicht.

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Direct Marketing, One-to-One Marketing und Email-Marketing

Direct Marketing entwickelt sich für Musiker und kleine Labels mehr und mehr von einer Möglichkeit zur Notwendigkeit. Die klassische und wohl meistverbreitete Form des Direct Marketing im Internet ist das Email-Marketing. Das Pendant zur Email im Mobile-Marketing ist (noch) die SMS. Durch höhere Bandbreiten und günstige Mobile-Flatrates kann diese aber in absehbarer Zeit ebenfalls von der Email beziehungsweise direkt von personalisierten Applikationen verdrängt werden. Für SMS beziehungsweise MMS spricht allerdings, dass diese – im Gegensatz zur Email – mit ziemlicher Sicherheit innerhalb kürzester Zeit vom Empfänger auch wirklich beachtet werden.

Newsletter und Mailings sind im Musik-Marketing weit verbreitet und zumeist künstlerbezogen. Durch das in Deutschland verpflichtende Registrierungsverfahren (das so genannte Opt-In-Gebot) sind sie in besonderer Weise geeignet zur Generierung von Fan-Adressen. Dadurch, dass die Einwilligung des Kunden zum Erhalt der Informationen per Email zwingend erforderlich ist, kann davon ausgegangen werden, dass Newsletter, Mailings oder personalisierte Emails eine höhere Aufmerksamkeit erfahren als andere Werbemittel. Man spricht hier auch von „Permission-Marketing“.

Neben der hohen Response-Quote und den niedrigen Kosten besteht ein weiterer Vorteil des Email-Marketings in der Kontrolle oder Messbarkeit des Erfolges. Grundsätzlich ist wichtig, dass man den Empfängern einen echten Nutzen zu bieten hat, ihnen also wirklich wertige Informationen zukommen lässt und nicht nur Eigenwerbung.

Ein interessantes, in der Basisversion kostenloses Newsletter-Tool ist beispielsweise Mailchimp. Nicht ganz kostenlos, dafür aber deutschsprachig ist Rapidmail. Mit PHPList, poMMo und weiteren gibt es mittlerweile auch Open-Source-Newsletter-Tools. Diese Tools können oftmals auch direkt mit Social Networks wie Twitter oder Facebook verbunden werden und bieten Möglichkeiten zur Verwaltung von Nutzerdaten. So kann man zum Beispiel, indem man den Nutzer auch den Wohnort eintragen lässt, gezielt lokale Events und Konzerte promoten.

Weitere Möglichkeiten des Direct Marketings über das Internet sind E-Cards und Gewinnspiele. Durch das Internet und die dadurch entstandenen Mittel Kundendaten nahezu automatisch und zeitnah zu generieren, ist es mittlerweile auch möglich, echtes One-to-One-Marketing zu betreiben. One-to-One-, oder Dialog-Marketing wird häufig mit Direct Marketing gleichgesetzt, ist aber im Unterschied dazu personenbezogen und öffnet dem Konsumenten einen direkten Rückkanal. Beim One-to-One-Marketing kann der Kunde also nicht mehr nur Empfänger, sondern auch Sender von Informationen sein, es wird ein direkter Dialog mit ihm eingegangen.

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Bannerwerbung und Affiliate-Marketing für Musiker und kleine Labels

Bannerwerbung, die klassische Form der Online-Werbung, ist zwar eine kaum zeitintensive Möglichkeit, Traffic auf die eigene Website umzulenken, aber aufgrund der hohen Kosten denkbar ungeeignet für Kleinunternehmen. Zudem sind die „Click Through“-Raten, also die Anzahl der Klicks im Verhältnis zu den Aufrufen, bei Bannern und ähnlich konventionellen Online-Werbemitteln über die letzten Jahre dramatisch gesunken.

Eine modernere Variante der Online-Werbung ist das Affiliate-Marketing. Hierbei kauft sich ein Online-Händler, auch Advertiser oder Merchant genannt, üblicherweise über ein Affiliate-Netzwerk, wie etwa Google AdSense oder Zanox, Werbeplatz bei den Betreibern trafficstarker oder stark themenorientierter Websites, auch Publisher oder eben Affiliate genannt. Auch diese Form der Online-Werbung ist kostenintensiv und allein schon aufgrund der Tatsache, dass viele Musikunternehmen ihre Produkte gar nicht direkt über die eigene Seite verkaufen, sondern über spezialisierte Online-Händler, ebenfalls für die meisten kaum relevant.

Allerdings kann Affiliate-Marketing sehr interessant sein, wenn man selbst eine trafficstarke Website betreibt, um diesen Traffic zu monetarisieren. Bei großen Online-Shops wie iTunes oder Amazon kann man sich auch direkt als Affiliate bewerben.

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Suchmaschinenmarketing (SEM) für Musiker und Musikunternehmen

Mittwoch, 11 August 2010, 14:16 | Category : Musikmarketing, Online-Marketing
Tags : , , , , ,

Die eigene Website bildet „die Basis jeden Online-Marketings“ (Elke Fleing in Leitfaden Online-Marketing: Das kompakte Wissen der Branche). Diese sollte Nutzer- und Suchmaschinenfreundlich, gut gepflegt und professionell gestaltet sein. Das ist mittlerweile auch ohne Programmierkenntnisse und mit wenigen hundert Euro möglich. Hier bieten sich zum Beispiel Wordpress oder verschiedene Content Management Systeme an. Auch für wichtige einzelne Bestandteile einer Website finden sich im Internet kostenlose Tools, wie zum Beispiel Certiorina zur Erstellung eines Impressums oder Gsitecrawler, um eine Sitemap zu generieren.

Suchmaschinenmarketing (SEM = Search Engine Marketing) dient nun dazu, dass die eigene Website auch von Interessenten und potentiellen Kunden gefunden werden kann. Dabei unterscheidet man zwischen den zwei Teilbereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimization) und Bezahlprogrammen (SEA = Search Engine Advertising). Letztgenannter Bereich wird häufig auch fälschlicherweise als SEM bezeichnet.

Bei den Bezahlprogrammen ist Google Marktführer mit AdWords. Die Werbung findet hier mittels kurzer Textanzeigen statt, welche vorab definierte Keywords enthalten, die Werbeplätze werden versteigert. Die attraktivste Platzierung bekommen prinzipiell also die Meistbietenden für ein bestimmtes Keyword, wobei auch andere Faktoren, wie etwa die Relevanz der Textanzeige für den User, eine Rolle spielen. Man spricht hier auch von Keyword-Marketing. Bei anderen Anbietern, wie zum Beispiel Yahoo Search Marketing, funktioniert die bezahlte Werbung ähnlich.

Da SEA-Maßnahmen immer mit monetärem Aufwand verbunden sind, ist der wichtigste Aspekt des Suchmaschinenmarketings gerade für Kleinunternehmer die Suchmaschinenoptimierung. Diese beginnt schon bei der Planung der Website: Dabei sollte möglichst nur HTML, CSS, XML oder PHP verwendet werden, keine Frames und kein Flash. Besonderes Augenmerk gilt auch der richtigen Wahl der Keywords, also der Begriffe, über die man gefunden werden will, sowohl bei der Beschreibung der Seite im Quelltext als auch beim Texten. Bei allen, die Gestaltung der Seite betreffenden SEO-Maßnahmen, spricht man auch von OnPage-Optimierung. Gerade im Bereich des Long Tail (also der Theorie, dass sich im Internet auch mit Nischenprodukten gewinnbringend wirtschaften lässt, da hier etwa keinerlei Lagerkosten anfallen und die „Verkaufsfläche“ unbegrenzt ist), ist diese „der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg“ (Thomas Bindl in Leitfaden Online-Marketing: Das kompakte Wissen der Branche).

Unter OnSite-Optimierung fällt alles, was sich nicht direkt auf den Seitenquelltext, sondern auf die Domain bezieht, von der Wahl der richtigen Domain, über die technische Plattform bis hin zur internen Verlinkung.

Besonders hohe Bedeutung für Suchmaschinen hat die externe Verlinkung, also Links, die von anderen Domains kommen. Hierbei, sowie bei allen anderen Faktoren, die nicht unmittelbar mit dem Aufbau der zu optimierenden Seite zusammenhängen, spricht man von OffPage-Optimierung. Die externe Verlinkung wird zumeist als das wichtigste Instrument der erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung bezeichnet. Dabei bewerten Suchmaschinen nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der eingehenden Links. Bei Google, der Suchmaschine mit der bei Weitem größten Relevanz in Deutschland, ist das der PageRank.

Aus all dem wird deutlich, dass es sich bei SEO nicht um eine einmalige Aktivität handelt, sondern um eine komplexe und langfristige Aufgabe. Dennoch sollten sich gerade Unternehmen und Musiker mit wenig bis gar keinem Marketing-Budget unbedingt damit beschäftigen, da es einen effektiven Weg darstellen kann, überhaupt im Web wahrgenommen zu werden.

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Kommunikationspolitik im Online-Marketing

Mittwoch, 4 August 2010, 18:40 | Category : Allgemein, Online-Kommunikation, Online-Marketing
Tags : , ,

Da das nötigste zur Distribution, zu den Produkten und zur Preispolitik im Online-Marketing unabhängiger Musikunternehmen gesagt wurde, soll es hier in Zukunft um Kommunikation gehen – den meiner Meinung nach wichtigsten Teilbereich des Online-Marketing. Warum? Der gute Andrew Dubber, dessen Ebook “The 20 Things You Must Know About Music Online” jeder, der sich mit eben genau diesem Thema beschäftigt, mal gelesen haben sollte, hat das auf der letztjährigen all2gethernow sehr gut auf den Punkt gebracht:

„The Internet was not made to make money. It was made for people to communicate”


Online-Kommunikation für Labels und Bands

pic by Rego - twitter.com/w3bdesign

Online-Kommunikationsmittel lassen sich anhand ihrer Interaktivität in drei Kategorien aufteilen:

Bei One-Way-Kommunikation handelt es sich um einseitige, im Grunde nicht interaktive Kommunikation, wie zum Beispiel Bannerwerbung oder auch Newsletter.

Marketer-User-Interaktion (MUI) umfasst zum Beispiel Suchmaschinenmarketing oder Gewinnspiele, also jede Form von Kommunikation, die eine direkte Interaktion vom User verlangt.

User-User-Interaktion (UUI) bezeichnet schließlich die Kommunikation zwischen den Usern selbst, etwa über Foren, Communities oder ähnliche Plattformen und stellt die Grundlage für moderne Marketingformen wie Viral-Marketing dar.

Dabei können innerhalb einer Marketingkampagne Transfermöglichkeiten und Schnittstellen zwischen den einzelnen Kommunikationsmitteln auch verschiedener Kategorien genutzt werden. So kann etwa über die eigene Website sowohl One-Way-Kommunikation (über Produkt- /Künstlerinformationen) als auch MUI (über Gewinnspiele) oder UUI (über ein Gästebuch/Forum) stattfinden.

Bei Marketing-Aktionen im Zuge der Kommunikationspolitik im Online-Marketing muss es sich auch nicht zwingend um Maßnahmen zum Verkauf digitaler Produkte handeln, da Internet-User schließlich auch als Käufer physischer Produkte (nicht nur über Online-Shops) in Erscheinung treten. Ebenso macht es Sinn, beim Schalten von klassischer Offline-Werbung, Online-Angebote mit zu kommunizieren.

Soweit die graue Theorie. Was man da im einzelnen nun genau machen kann, darum wird es hier die nächsten Wochen gehen.

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Online-Distribution speziell für kleine Labels und Musiker

Mittwoch, 28 Juli 2010, 13:13 | Category : Distribution
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Gerade für kleine Labels und Musiker, die sich selbst vermarkten, gibt es immer mehr interessante Distributions-Tools im Internet.

Das an der Technischen Universität Ilmenau entwickelte Potato System ermöglicht beispielsweise eine Form der Musikverbreitung über Downloads, an der Urheber und Konsument verdienen können, indem der Konsument das Recht bekommt, die erworbene Musik weiterzuverkaufen und daran sogar mitverdient. Die Idee dahinter ist, dass durch diese Wiederverkaufs-Motivation für die Käufer der potentielle Konsumentenkreis beträchtlich erweitert werden kann.

Mittlerweile gibt es auch Content Aggregatoren, die sich explizit an Künstler richten und ihre Leistungen auf diese abgestimmt haben. Das Spektrum reicht hier von eher klassischen Distributoren wie etwa RouteNote oder iMusician Digital bis hin zu Full-Service Dienstleistern mit zum Teil erheblich unterschiedlichen Leistungsspektren wie zum Beispiel Bandcamp, Topspin, Uplaya, oder den deutschen Start-Ups Audiomagnet und Dooload.

Download-Plattformen, bei denen man Musik, an der man selbst die Rechte besitzt, direkt hoch laden kann, sind zum Beispiel Cultureload oder Jamendo. Bei letzterer wird ausschließlich GEMA-freie Musik umsonst zum Download angeboten. Einnahmen für die Künstler werden dadurch generiert, dass diese an Gewerbetreibende oder für Filme lizenziert wird. Mit MixMatchMusic oder Soundcloud gibt es zudem Plattformen, auf denen sich Musiker und Produzenten austauschen können und die zudem ebenfalls Tools für die Verbreitung der Musik zur Verfügung stellen.

Ich will allerdings an dieser Stelle nochmal ausdrücklich darauf hinweisen: Es ist großartig, dass es heute diese Vielfalt an Tools gibt die es Musikern ermöglichen sich auszutauschen, zu präsentieren und mit geringem Aufwand die eigene Musik selbst zu vertreiben und in allen großen Shops – wie etwa iTunes – vertreten zu sein. Allerdings kann all das ein erfahrenes Label, welches an einen glaubt, oder einen guten Promoter mit vielen wertvollen Kontakten nicht ansatzweise ersetzen. Es ist leider immer noch ein weitverbreiteter Irrglaube, dass das Internet Musikern heute die Freiheit gibt alles selbst in die Hand zu nehmen – und das dies auch problemlos funktionieren kann. Es ist zwar toll mit nur ein paar Klicks schon in iTunes gelistet zu werden (probier das mal bei Media Markt oder einem Plattenladen am anderen Ende der Republik…) – gefunden (und auch gekauft) wird man deswegen allerdings noch lange nicht. Zu Labelarbeit gehört nunmal mehr als nur der reine Vertrieb von Musik.

Doch auch für die Promotion der eigenen Musik gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten. Zwar können auch diese einen erfahrenen Förderer mit Geld und wertvollen Kontakten nicht ersetzen – allerdings doch aus dem Proberaum rausbringen und vielleicht auch erst für das Wunschlabel interessant machen. Um diese neuen Möglichkeiten der Online-Promotion geht es dann die nächsten Wochen – stay tuned :)

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Musikvertrieb über Filesharingnetzwerke und Sharehoster

Die eigene Musik über Filesharingnetzwerke zu vertreiben, kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die Kosten für Marketing, Promotion und Distribution unter Umständen die Einnahmen an der Musik übersteigen würden. Peer-to-Peer-Netzwerke bieten hier die Möglichkeit die Musik ohne weitere Kosten und mit sehr großem Potential zu verbreiten.

Nach wie vor macht das Peer-to-Peer-Aufkommen einen Großteil des gesamten Internet-Verkehrs in Deutschland aus, wobei davon der Anteil an getauschter Musik bei ungefähr einem Fünftel liegt. Die in Deutschland bedeutendsten Filesharing-Systeme sind BitTorrent und eDonkey. BitTorrent eignet sich besonders für die schnelle Distribution großer Dateien, während eDonkey für die besondere Vielfalt des Angebotes und die Möglichkeit, dort auch rare Sammlerstücke zu finden, bekannt ist.

Um eigene Torrents zu erstellen und zu verbreiten, benötigt man einen Tracker, Webspace und einen guten Upstream (Upload-Kapazität), außerdem ein Programm um .torrents zu erstellen, zum Beispiel MakeTorrent oder Torrent Wizard. Zur Erstellung eines eigenen Trackers existieren zahlreiche Anleitungen im Internet, alternativ kann man auch auf einen der bereits existierenden, großen Tracker zurückgreifen (zum Beispiel Mininova). Das hat den Vorteil, dass die Downloads in der Regel immer mit sehr hoher Bandbreite zur Verfügung gestellt werden, allerdings werden über diese Tracker in der Regel immer auch illegale Inhalte angeboten. Mit Atrack gibt es mittlerweile auch einen BitTorrent-Tracker, der die Infrastruktur von Google nutzt, was es praktisch jedem Nutzer auf einfache Weise möglich macht, einen eigenen BitTorrent-Tracker zu starten.

Des Weiteren bieten sich für die kostenlose Verbreitung des eigenen Katalogs auch Sharehoster, oft auch One-Click-Hoster genannt, an. Hier können kostenlos vorher auf den Service hochgeladene Dateien über einen Link, der dann zum Beispiel per Email, über Foren und Social Networking-Sites oder die eigene Website verbreitet werden kann, zum Download angeboten werden. Der – auch in punkto Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Menge gehosteter Files – größte Sharehoster ist Rapidshare. Das britische Independent Label Earache hat als erstes prominentes Beispiel das Album “Tales From The Grave In Space” der Band Gamma Bombs in Zusammenarbeit mit Rapidshare veröffentlicht.

Natürlich ist es auch möglich, die Dateien direkt über die eigene Website anzubieten. Allerdings können dann bei reger Nutzung des Angebots erhebliche Serverkosten entstehen. Im Extremfall kann die Website wegen zu vieler Anfragen auch über Tage nicht erreichbar sein, wie es zum Beispiel bei früheren Online-Veröffentlichungen der Band Nine Inch Nails vorkam.

Diese nutzten bei der Online-Distribution ihres letzten Albums „The Slip“ nun eine Kombination aller ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und sind deshalb hier beispielhaft genannt. So kann „The Slip“ direkt von der NIN-Website als MP3 heruntergeladen werden, alternativ dazu wird das Album aber auch in besserer Qualität über einen eigenen Torrent-Tracker angeboten. Um an die Download-Links zu gelangen, muss lediglich eine Email-Adresse eingegeben werden. Natürlich wird das Album auf derselben Seite auch als limitierte Digipack-CD inklusive Bonusmaterial und als hochwertige Vinyl-Edition angeboten.

Jungen, eher unbekannten Künstlern sei hier aber ausdrücklich empfohlen ihre Musik nicht einfach nur zu verschenken. Es wird schlichtweg niemanden interessieren. Derartige Aktionen sollten immer in einem gewissen Rahmen (etwa Promotion einer Tour) und “wertig” durchgeführt werden – etwa der Download eines exklusiven Tracks, Remixes o.ä., eingebettet in eine langfristige Marketingstrategie und etwa zur Gewinnung von Fanadressen. Interessante Tools um mit dem Sharen eines Tracks virale Effekte zu erzielen sind zum Beispiel Tweet for a Track oder Pay with a Tweet für Twitter, oder auch – mein persönlicher Favorit – Cash Music für Facebook und Twitter.

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